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G-20-Gipfel findet keine gemeinsame Antwort auf den Syrienkonflikt

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G-20-Gipfel findet keine gemeinsame Antwort auf den Syrienkonflikt

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Kein Durchbruch in der Syrienfrage – das ist die Bilanz nach dem Gipfel in St. Peterburg. Die internationale Gemeinschaft bleibt eine gemeinsame Antwort auf den Bürgerkrieg in Syrien schuldig. Statt eines vereinten Vorgehens spaltet der geplante Militärschlag der USA
gegen das Assadregime die G20. Obama ließ keinen Zweifel daran, dass die USA eine Intervention ohne UNO-Mandat vorbereitet. Russlands Präsident Wladimir Putin warnte die USA vor dem Bruch des Völkerrechts.

Wirtschaftspolitisch konnte die Runde Erfolge vorweisen. Für global operierende Großkonzerne soll es künftig
schwerer werden, durch legale Geschäfte zwischen Tochterunternehmen im großen Stil Steuern zu sparen. Im Kampf gegen Steuerflucht privater Anleger wollen die G20-Staaten einen automatischen Austausch von Informationen über Geldgeschäfte.

Auch IWF-Chefin Christine Lagarde schaut optimistisch in die Zukunft:

“Ich denke, die europäischen Partner haben vermittelt, dass sie mit kollektiver Entschlossenheit ihre Koordination verstärken. Wir alle hoffen, dass die Eurozone über den Berg ist, dass sich die Situation stabilisiert und es hoffentlich zu einer dauerhaften Erholung kommt, die die Arbeitsplätze schafft, die Europa so dringend braucht.”

Aber neben dem ungeklärten Syrienproblem bleibt fraglich, wie die Eiszeit zwischen den USA und Russland aufgetaut werden kann.