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Straßenhunde in Bukarest: Wer nicht adoptiert wird, wird eingeschläfert

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Straßenhunde in Bukarest: Wer nicht adoptiert wird, wird eingeschläfert

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In Bukarest haben Hunderte Menschen für die Tötung der etwa 60.000 Straßenhunde demonstriert, die in der rumänischen Hauptstadt leben. Ein vierjähriger Junge war vor einer Woche vermutlich von mehreren Hunden angegriffen worden und erlag seinen Verletzungen. Sein Bruder wurde ebenfalls gebissen, erlitt aber nur eine leichte Verletzung.

Eine Hündin war mit menschlichem Blut am Maul aufgegriffen worden. Gegen die Hilfsorganisation, die das Tier vor zwei Jahren chippen und sterilisierieren ließ, wurde Anklage wegen Totschlags erhoben. Ob es sich am Maul der Hündin um Blut eines Jungen handelte, ist unklar.

Vertreter der Tierschutzorganisation “4Pfoten” forderten, die Hunde nicht zu töten, sondern zu sterilisieren. Dies müsse aber vom Staat organisiert werden. Die Hilfsorganisationen seien überfordert.

Staatschef Traian Basescu hat andere Pläne. Er will ein Datum festlegen, bis zu dem Hunde adoptiert werden können. Alle Hunde, die nicht adoptiert würden, würden eingeschläfert werden, sagte Basescu.

Die Tierschützer beklagten auch, dass die Straßenhunde in Bukarest oft von Menschen mit Steinen beworfen, getreten oder auf andere Weise gequält würden.

Der Bürgermeister von Bukarest, Sorin Oprescu, möchte die Einwohner der Hauptstadt in einem Referendum über das Schicksal der Hunde entscheiden lassen. Hierfür hat er den 6. Oktober vorgeschlagen.