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Vor Kongress-Abstimmung: Obama trommelt für Syrien-Angriff

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Vor Kongress-Abstimmung: Obama trommelt für Syrien-Angriff

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Gegen alle Widerstände: US-Präsident Barack Obama trommelt weiter für Zustimmung zu einem Militärschlag gegen Syrien – im In- und Ausland. US-Außenminister John Kerry sucht nach Unterstützung bei den Verbündeten. Am Sonntag traf er in London ein, dort will er mit dem britischen Außenminister William Hague über Syrien sprechen. Zuvor hatte sich Kerry mit Vertretern der Arabischen Liga getroffen. Nach seinen Worten hätten zwölf Mitgliedsstaaten die G-20 Erklärung unterzeichnet. Diese fordert eine starke internationale Antwort auf den Giftgaseinsatz in Syrien.

Präsident Obama versucht derweil, in den USA Boden gut zu machen. U.a. mit TV-Interviews und einer Rede an die Nation will er sich die Zustimmung des Kongresses sichern, die gilt aber keineswegs als sicher: “In dem Augenblick, in dem einer dieser Marschflugkörper dort einschlägt, sind wir im Syrien-Krieg”, so diese Kongress-Abgeordnete. “Es ist ein Bürgerkrieg und wir stehen auf der Seite der Rebellen, viele von denen stehen in Verbindung mit Al-Kaida und anderen Gruppen, die uns unterwandern wollen. Also, wenn der Präsident sagt, wir gehen da schnell rein und wieder raus – so beginnen lange Kriege.”

Medienberichten zufolge haben 218 der 435 Abgeordneten bereits deutlich gemacht, dass sie gegen einen Miltärschlag stimmen wollen. Auch die Mehrheit der Amerikaner ist Umfragen zufolge gegen einen solchen Schritt. Viele Bürger befürchten, dass ihr Land wieder in einen fernen Krieg gezogen wird.