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Bukarest: Alle Straßenhunde werden getötet

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Bukarest: Alle Straßenhunde werden getötet

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Alle Straßenhunde in Bukarest werden getötet. Das hat das rumänische Parlament entschieden, obwohl die Umstände des Todes eines angeblich totgebissenen, kleinen Jungen nach wie vor nicht geklärt sind. Wütende Menschen hatten am Wochenende die Tötung der Tiere gefordert. 266 Abgeordnete stimmten dafür, 20 enthielten sich der Stimme, nur 23 stimmten gegen die Tötung der etwa 60.000 Hunde.

Einige Rumänen sind schon selbst zur Tat geschritten und haben Straßenhunde und auch Katzen mit Mistgabeln oder anderen Werkzeugen zu Tode gequält oder totgeschlagen. An Straßenecken in Bukarest liegen tote oder sterbende Tiere.

Tierschützer hatten gefordert, die Tiere nicht zu töten, sondern zu sterilisieren. Das neue Gesetz, das die Tötung der Hunde legalisiert, sieht zwei Wochen für Vermittlung bzw. Adoption vor. Wer nach zwei Wochen nicht adoptiert ist, wird eingeschläfert.

Es ist nicht klar, ob Hunde den kleinen Jungen tatsächlich angriffen und töteten. Der kleine Junge hatte mit seinem Bruder den Spielplatz verlassen. Auf dem angrenzenden Grundstück sei er plötzlich und ohne Provokation von einem Rudel Hunde angegriffen und zerfleischt worden, schreibt die rumänische Presse. Der Bruder erlitt eine leichte Verletzung. Klare Aussagen über den vermuteten Angriff der Tiere liegen nicht vor.