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Filme über Mandela und JFK in Toronto


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Filme über Mandela und JFK in Toronto

Zu den mit Spannung erwarteten Premieren auf dem Internationalen Film Festival in Toronto gehört “Mandela – Long Walk to Freedom” von Justin Chadwick. Der Streifen basiert auf dem gleichnamigen Buch des ehemaligen Anti-Apartheid-Kämpfers und südafrikanischen Präsidenten
und spannt den Bogen von dessen Kindheit über seine Verhaftung bis zu seiner Wahl.

Der Film mit Idris Elba in der Hauptrolle ist eine der insgesamt 146 Weltpremieren der diesjährigen Festivalausgabe. Es sei die Rolle seines Lebens gewesen, erklärte der britische Schauspieler, bekannt aus der Fernseh-Serie “The Wire”, in Toronto.
“Es gab viele, enorme Herausforderungen, sämtliche Aspekte der Darstellung. Ich sehe Nelson Mandela nicht einmal ähnlich, wie verkörpere ich ihn? Noch dazu eine lebende Legende, die nahezu jeder kennt, das bedeutet eine große Verantwortung.”

Naomi Harris spielt Winnie Mandela und traf die ehemalige Ehefrau Mandelas persönlich, um sich auf die Rolle vorzubereiten.
“Das war ziemlich einschüchternd, aber sie ist eine wunderbare, großzügige Frau. Sie sagte: Du hast recherchiert, ich vertraue Dir, die Rolle so umzusetzen, wie Du es für richtig hältst. Sie gab mir völlige Entscheidungsfreiheit.”

Der Film kommt im November in die nordamerikanischen Kinos.

Der US-Streifen “Parkland”, ebenfalls vorgestellt in Toronto, kreist um den Tag des Attentats auf US-Präsident John F. Kennedy. Das Spielfilmdebüt von Peter Landesman ist prominent besetzt mit Paul Giamatti, Billy Bob Thornton und Zac Efron. Letzterer spielt einen Arzt im Krankenhaus, in dem JFK starb.
“Es ist schwer für Menschen meines Alters, sich mit dem Tag des Attentats zu beschäftigen, ohne von zwanzig verschiedenen Verschwörungstheorien zu hören. Mir gefällt, dass dieser Film nicht in dieselbe Kerbe schlägt. Wir halten uns an die simplen Tatsachen, von denen wir wissen, dass sie wirklich geschahen.”

Der Film befasst sich nicht so sehr mit den Ermittlungen, die zur Festnahme des Mörders führen, sondern den Menschen, die an diesem Tag mit JFK’s Attentat in Berührung kommen: das Krankenhauspersonal, die Sicherheitskräfte, der Mann, der das Attentat zufällig filmt, der Bruder des Mörders.

“Ich möchte, dass die Zuschauer das Gefühl, haben, die Ermordung Kennedys zum ersten Mal mitzuerleben”, so Landesman.

Ein Film pünktlich zum 50. Jahrestag der Kennedy-Ermordung in diesem Herbst. Ein deutschsprachiges Premierendatum steht noch nicht fest.

Das Festival in Toronto, bei dem keine Jury, sondern das Publikum den besten Film bestimmt, gilt als wichtiger Oscar-Vorbote. Viele Preisträger räumten später auch in Hollywood ab wie “Slumdog Millionär” oder “The King’s Speech – Die Rede des Königs”.

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