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Internationaler Strafgerichtshof beginnt Prozess über Massaker in Kenya


Kenia

Internationaler Strafgerichtshof beginnt Prozess über Massaker in Kenya

Vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag hat der Prozess gegen Kenias Vize-Präsident William Ruto begonnen. er muss sich als erster ranghoher Politiker verantworten. Ruto wird wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit der Prozess gemacht.

Mit ihm angeklagt ist der Journalist Joshua Arap Sang. Er soll in seiner Radio-Sendung zur Gewalt aufgerufen haben. “Ich bin ein unschuldiger Journalist”, so Sang, “Ich habe nichts Falsches getan. Ich habe nicht zur Gewalt in Kenya beigetragen, sondern mich für den Frieden eingesetzt.”

Im Falle einer Verurteilung drohen den beiden langjährige Haftstrafen. Vize-Präsident Ruto soll maßgeblich für Gewalttaten nach der Präsidentenwahl 2007 in Kenia verantwortlich sein.

Damals wurden bei Unruhen zwischen verschiedenen Stämmen mehr als 1000 Menschen getötet, Hunderttausende mussten flüchten. Für die Ausschreitungen in Kenia vor sechs Jahren soll sich auch
Staatspräsident Uhuru Kenyatta von November an vor den Richtern desInternationalen Strafgerichtshofes verantworten.

Kenias Parlament wirft dem Gericht Einseitigkeit vor und
entscheidet derzeit über einen Gesetzentwurf, nach dem das Land das Weltstrafgericht verlassen wird.

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