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Syrien stimmt Kontrolle der Chemiewaffen zu - USA sehen russischen Vorstoß skeptisch

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Syrien stimmt Kontrolle der Chemiewaffen zu - USA sehen russischen Vorstoß skeptisch

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Die syrische Regierung stimmt einer internationalen Kontrolle ihres Chemiewaffenarsenals zu. Der syrische Regierungschef Wael al Halki bestätigte im staatlichen Fernsehen, Staatschef Assad habe einer Initiative Russlands zugestimmt.

Syriens Außenminister Muallem hält sich in Moskau auf, um mit der russischen Regierung darüber zu sprechen, wie ein Angriff auf Syrien verhindert werden kann. Dazu sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow: “Wir bereiten konkrete Vorschläge vor – einen Plan, wenn Sie so wollen. Dieser wird allen beteiligten Konfliktparteien vorgestellt, natürlich auch den USA. Wir sind in Kontakt mit John Kerry.”

Der US-Außenminister warnte in einer Rede vor dem Senat, dass die USA eine Syrien-Intervention nicht auf die lange Bank schieben würden, wenn sich die jüngste Initiative für eine diplomatische Lösung als Hinhaltetaktik erweise: “Das kann keine Verzögerungstaktik sein. Der Plan muss real und überprüfbar sein. Die Umsetzung des russischen Vorstoßes ist äußerst schwierig. Wir werden auf den konkreten Vorschlag warten, aber nicht sehr lange.”

US-Präsident Barack Obama hatden UN-Sicherheitsrat aufgefordert, den russischen Vorschlag zur Kontrolle über syrische Chemiewaffen zu prüfen.

Die USA sehen es als erwiesen an, dass das syrische Regime Mitte August mehr als 1400 Menschen bei Damaskus mit Giftgas getötet hat. Die US-Regierung plante bislang, Assad dafür militärisch zu bestrafen. Diese Drohung soll bestehen bleiben.