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40 Jahre nach dem Militärputsch: Wie Chile mit der Vergangenheit umgeht

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40 Jahre nach dem Militärputsch: Wie Chile mit der Vergangenheit umgeht

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Auch am 40. Jahrestag des des Staatsstreichs gegen den Sozialisten Salvador Allende ist Chile gespalten. Schon in den frühen Morgenstunden kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. In der Hauptstadt Santiago de Chile wurden nach Polizeiangaben 68 Menschen festgenommen.

Chiles Staatschef Sebastian Pinera rief zur nationalen Versöhnung auf: “Um für Versöhnung in unserem Land zu sorgen müssen wir den Weg der Wahrheit und der Gerchtigkeit weitergehen. Ojhne Wahrheit und Gerechtigkeit wird die Versöhnung auf Sand gebaut sein.” Die Oppositionsführer blieben den offiziellen Gedenkfeiern fern.

Salvador Allende hat den Putsch nicht überlebt. Nun wurde in Santiago eine überlebensgroße Statue von ihm enthüllt. Dennoch: Die Geister der Diktatur sind noch wach. Noch immer ist das Schicksal tausender Verschwundener unbekannt. Das sei einer der Schlüssel zur Versöhnung, glaubt Jorge Rabanal, der frühere Fahrer und Leibwächter Allendes.

Unter der Führung des Generals Augusto Pinochet begannen am 11. September 1973 in Chile 17 Jahre Diktatur, in denen bis zu 38.000 Menschen gefoltert oder getötet wurden.