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9/11 Doku erinnert an die Opfer

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9/11 Doku erinnert an die Opfer

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12 Jahre nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center erinnert eine Dokumentation an das Schicksal der Firma Cantor Fitzgerald in den obersten Stockwerken des Nordturms. 658 der knapp eintausend Firmenangestellten kamen ums Leben, auch der Bruder der von Danielle Gardner. Ihr Film “Out of the Clear Blue Sky” ist eine persönliche Annäherung an das Trauma. “Der Film war therapeutisch und schmerzhaft zugleich. Er gab mir ein Ziel, die Auseinandersetzung mit dem 11. September, die dringend nötig war, der ich mich aber nur in dieser Form, als Filmemacherin stellen konnte. Zu diesem Zeitpunkt war ich am Boden zerstört, der Film war mir eine große Hilfe.”

Im Zentrum des Streifens steht Firmenchef Howard Lutnick, der nach dem Anschlag in die Kritik geriet, nichts für die Angehörigen seiner verstorbenen Angestellten zu tun, während das Geschäft wieder florierte. Lutnick beschloss, fünf Jahre lang 25 Prozent des Gewinns an die Familien der Opfer zu zahlen und zehn Jahre lang deren Krankenversicherung zu übernehmen, insgesamt über 180 Millionen Dollar.
“Das Schwierigste war, wieder in die Vergangenheit zurückzukehren und darüber zu sprechen, besonders mit Danielle”, berichtet Lutnick. “Das war sehr emotionsgeladen, weil sie selbst betroffen, keine neutrale Beobachterin war. Sie empfand dieselben Gefühle, denselben Schmerz, wie ich.”

“Out of the Clear Blue Sky” ist anlässlich des 12. Jahrestags der Anschläge vom 11. September in den US-amerikanischen Kinos zu sehen.