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Obama will druckvollen diplomatischen Weg

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Obama will druckvollen diplomatischen Weg

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Ein Militärschlag gegen Syrien ist mit der Idee zur Kontrolle der Chemiewaffen vorerst vom Tisch, aber US-Präsident Barack Obama will den Druck auf Syrien hoch halten. In einer Rede an die Nation sagte er:

“Diese Initiative hat das Potential, die Bedrohung durch chemische Waffen ohne einen Militärschlag zu beenden. Vor allem, weil Russland einer der stärksten Verbündeten Assads ist. Deshalb habe ich den Kongress gebeten, die Abstimmung über einen Militärschlag zu verschieben, während wir den diplomatischen Weg einschlagen. Dem Militär habe ich angeordnet, auf Position zu bleiben, um weiter Druck auf Assad auszuüben und reagieren zu können, wenn die Diplomatie keinen Erfolg hat.”

Zunächst also der diplomatische Weg, die Entscheidung über einen Militärschlag ist vertagt. In New York wirken die Menschen erst einmal erleichtert. Am Times Square sagte eine Frau:

“Ich denke, wir sollten Syrien nicht angreifen. Das ist bei uns zuhause auch ein großes Thema. ich bin enttäuscht. Ich mag Obama, ich habe ihn gewählt, aber ich bin nicht einverstanden.”

Auch dieser Mann wünscht sich keinen Militärschlag:

“Der Irak hat gezeigt, dass unsere Geheimdienste nicht immer die richtigen Antworten parat haben. Wir müssen wirklich alles versuchen, bevor wir militärisch eingreifen.”

Doch es gibt auch skeptische Stimmen. Einflussreiche Konservative im Kongress wie Senator John McCain haben Zweifel, ob eine Kontrolle des Chemiewaffenarsenals überhaupt möglich ist und fordern eine klare UN-Sicherheitsresolution.

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