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Im Süden der Philippinen brodelt es: Musilimische Milizen nehmen Geiseln

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Im Süden der Philippinen brodelt es: Musilimische Milizen nehmen Geiseln

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Auf den Philippinen ist es erneut zu Zusammenstößen zwischen Elitesoldaten und muslimischen
Rebellen gekommen. Die Rebellen der “Nationalen Befreiungsfront der Moros” MNLF hat auf der Insel Basilan im Süden der Philippinen, eine Stadt überfallen und Geiseln genommen. Nach Angaben des Militärs benutzen die Rebellen sie als “menschliche Schutzschilde”.

Die kleine Insel Basilan liegt in unmittelbarer Nähe zur Hauptinsel Mindanao, knapp 1.000 Kilometer südlich von Manila.

Am Montag waren die Kämpfer in die Stadt Zamboanga eingedrungen. Nach Darstellung der Regierung hätten die MNLF, die für Teile Mindanaos einen unabhängigen Staat fordert, versucht, ihre Flagge auf dem Stadthaus zu hissen.

Angeführt wird die MNLF von Nur Misuari, der sich mit seiner kompromisslosen Linie zunehmend ins Abseits manövriert. Der frühere Gouverneur der Autonomen Region des Muslimischen Mindanao hält den Friedensprozess für Verrat
.
Bei ihrer Aktion in Zamboanga haben die Rebellen Zivilisten als Geiseln genommen. Ein Militärsprecher gab die Zahl der Rebellen mit 180 an. Zunächst war von etwa 300 Kämpfern die Rede gewesen.

Mindestens acht Menschen seien bei den Kämpfen bislang getötet worden. Etwa 1.400 Menschen seien aus der Region geflohen.