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Katalonien: Menschenkette für die Unabhängigkeit

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Katalonien: Menschenkette für die Unabhängigkeit

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Mit einer beeindruckenden Veranstaltung haben Hunderttausende Menschen in Katalonien für die Abspaltung der Region von Spanien demonstriert. Überall, wie hier in Barcelona, waren die katalanischen Flaggen und Farben zu sehen. Hauptereignis war eine 400 Kilometer lange Menschenkette. Sie reichte von den Pyrenäen über Städte wie Barcelona oder Tarragona bis zur südlichen Nachbarregion Valencia – wobei nicht klar ist, ob die Kette vollkommen geschlossen war.

Anlass war der Nationalfeiertag Kataloniens, der immer am 11. September gefeiert wird. Fast zwei Millionen Menschen sollen laut der katalanischen Regierung an der Unabhängigkeitsveranstaltung teilgenommen haben. Organisiert wurde sie von der separatistischen Initiative Katalanische Nationalversammlung. Diese verlangt eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Kataloniens. Während die spanische Zentralregierung in Madrid ein solches Referendum ablehnt, sind gut 80 Prozent der Katalanen dafür.

Vorbild war die sogenannte “baltische Straße”, eine rund 620 Kilometer lange Menschenkette, die im August 1989 etwa 1,5 Millionen Demonstranten durch die damaligen baltischen Sowjetrepubliken Estland, Lettland und Litauen gebildet hatten. Sie protestierten damit gegen die Macht Moskaus. Zwei Jahre später war das Baltikum unabhängig.

Katalonien hat eine eigene Sprache und ist mit seinen 7,6 Millionen Einwohnern die wirtschaftsstärkste Region Spaniens, sie kommt für gut ein Fünftel der landesweiten Wirtschaftsleistung auf.

Mit dpa, AFP, Reuters

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Organisatoren der Menschenkette – katalanisch