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Royal Mail scheibchenweise

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Royal Mail scheibchenweise

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Die britische Regierung will die ersten Aktien der Royal Mail in den kommenden Wochen veräußern.

Die Mehrheit an der staatlichen Post soll verkauft werden, wieviel genau, ist noch nicht bekannt – da werde man sich nach der Nachfrage und den Bedingungen am Markt richten, hieß es im Wirtschaftsministerium.

Insgesamt wird die Königliche Post auf 3,6 Milliarden Euro geschätzt. Zehn Prozent der Aktien gehen an die 160 000 Beschäftigten. Der Rest soll Anlegern und institutionellen Investoren angeboten werden. Die separat von The Post Office betriebenen Poststellen stehen nicht zum Verkauf.

Gewerkschaften kämpfen seit Monaten gegen die Privatisierung und riefen ihre Mitglieder zu neuen Streiks auf. Anfang Oktober stehen Urabstimmungen an. Die Regierungen Thatcher, Major und Blair hatten die Post von den Privatisierungswellen seit den 1980er Jahren ausgenommen.

Die Royal Mail arbeitet nach einer Phase der Umstrukturierung wirtschaftlich profitabel, hinkt in der Wirtschaftlichkeit aber um etwa 30 Prozent hinter der internationalen Konkurrenz her.

Mit Reuters, dpa