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Dritter Protesttag in der Türkei

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Dritter Protesttag in der Türkei

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Im Sommer hatten sich die Proteste in der Türkei etwas beruhigt – seit einigen Tagen gehen wieder mehr Menschen auf die Straße, um gegen die islamisch-konservative Regierung zu demonstrieren.

Auch am Donnerstag versuchte die Polizei wieder, die Demonstranten gewaltsam auseinanderzutreiben. So wie in Istanbul gab es in insgesamt acht Städten Proteste.

Auslöser der neuen Unruhen war der Tod eines 22-Jährigen Demonstranten am Montagabend in Antakya, einer Stadt im Süden der Türkei. Verwandte berichten, er sei von einer Tränengaspatrone der Polizei am Kopf getroffen worden. Vom Innenministerium hieß es, er sei von einem Dach gefallen.

Kundgebungen gab es am Donnerstag auch in Ankara, Izmir, Antakya und Mersin. In Ankara verschanzten sich die Protestler hinter Barrikaden, die Polizei setzte Wasserwerfer und Nebelkerzen ein. Mehrere Menschen sollen verhaftet worden sein. Über Verletzte gab es zunächst keine Informationen.