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Riskante Bergung der "Costa Concordia"

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Riskante Bergung der "Costa Concordia"

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Die verunglückte “Costa Concordia” vor der Mittelmeerinsel Giglio soll am Montag geborgen werden. Einsatzkräfte werden versuchen, das Kreuzfahrtschiff aus dem Wasser zu ziehen und vorsichtig aufzurichten. Es ist eine kolossale Aufgabe, die viele Risiken beinhaltet. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Rumpf zerbricht, oder dass das Schiff rotiert und auf die andere Seite hinüber ins Wasser fällt.

Der Einsatzleiter Nicholas Sloane erklärt: ‘‘Wenn wir das Schiff aufrichten, werden wir mit Unterwasserkameras genau sehen, was sich auf dem Boden des Meeres befindet. Wir werden also auch nach den Toten Ausschau halten, die noch nicht geborgen worden sind.”

Die Kosten der Rettungsoperation dürften sich auf bis zu 600 Millionen Euro belaufen. Falls das Manöver misslingt, muss das Wrack vor Ort in Einzelteile zerlegt werden. Das wäre sehr viel langwieriger und hätte unabsehbare Folgen für die Umwelt.

Im Januar 2012 kenterte das Schiff mit mehr als 4200 Passagieren an Bord. 32 Menschen starben. Der Kapitän der Costa Concordia Francesco Schettino steht vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, das Schiff viel zu nahe an die Küste gesteuert zu haben.