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Terror im Irak: Blutvergießen nimmt kein Ende

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Terror im Irak: Blutvergießen nimmt kein Ende

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Bei einer neuen Anschlagsserie im Irak sind mindestens 28 Menschen getötet worden, mehr als hundert wurden verletzt. Mehrere Autobomben detonierten in Vierteln, in denen überwiegend schiitische Muslime leben. In Nasiriya schimpfte ein Anwohner, die Polizei tue nicht genug, um die Bürger zu schützen. Statt zu kontrollieren, wer auf den Marktplatz gelange, hätten die Polizisten Tee getrunken und Wasserpfeife geraucht.

Die Behörden wiederum sagen, sie täten alles, um Anschläge zu verhindern. In der Hauptstadt Bagdad haben sie etwa den Verkehr eingeschränkt und immer wieder werden Razzien durchgeführt, bei den Gruppen, die im Verdacht stehen, Attentate zu planen. Doch trotz aller Bemühungen reißt die Gewalt nicht ab. Zu den heutigen Anschlägen hat sich bislang niemand bekannt.

Im Irak tobt seit langem ein heftiger Machtkampf zwischen Sunniten und Schiiten. Viele sunnitische Muslime, die unter Saddam Hussein der Elite angehörten, fühlen sich heute von der Regierung des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki benachteiligt.