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"In Bayern ticken die Uhren anders"

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"In Bayern ticken die Uhren anders"

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Freude bei der CSU, gemischte Gefühle bei der Schwester CDU. Eine Woche vor der Bundestagswahl holen die Christsozialen in Bayern die absolute Mehrheit, fast 48 Prozent. Ob das am kommenden Sonntag den Christdemokraten von Bundeskanzlerin Angela Merkel hilft, bleibt abzuwarten. Anders als in Bayern, wo Ministerpräsident Horst Seehofer nun wieder ohne die FPD regieren kann, setzt Merkel im Bund auf Schwarz-Gelb. Doch ausgerechnet die Liberalen schwächelten massiv und flogen aus dem Landtag.

Katerstimmung derweil bei der SPD, nicht nur in Bayern. Mit ihrem Spitzenkandidaten Christian Ude haben die Sozialdemokraten mit ihren 20,6 Prozent erneut ein schwaches Ergebnis eingefahren. Rückenwind für Merkel-Herausforderer Peer Steinbrück: Fehlanzeige. Der und SPD-Chef Sigmar Gabriel versuchen nun auf den letzten Metern Wahlkampf, potentielle Wähler zu mobilisieren.

Katerstimmung auch bei der FDP. Nach der Koalition mit der CSU sind die Liberalen aus dem Münchner Landtag geflogen. Für die Bundestagswahl setzen sie nun auf Zweitstimmen. Parteichef Philipp Rösler gab den Optimisten.

“Wir alle wissen, in Bayern ticken die Uhren anders. Und ab jetzt, ab jetzt geht es um Deutschland.

Dritte Kraft wurden die Freien Wähler. Allerdings holten sie etwas weniger Stimmen als bei der Wahl 2008. Derweil hoffen neben der FDP auch die Grünen, die Piraten und Linken, dass ihr schlechtes Abschneiden in Bayern sich im Bund nicht wiederholt. Die eurokritische AfD trat in Bayern nicht zur Wahl an.

Mit dpa, Reuters