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Syrien vor Offenlegung und Vernichtung seiner Giftgasbestände?

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Syrien vor Offenlegung und Vernichtung seiner Giftgasbestände?

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Dass Syrien nun seine Bestände an Giftgas offenlegen und ihre Vernichtung ermöglichen soll, ist eine unerwartete Wendung. Das Land hat inzwischen bei der UNO auch den Beitritt zur Chemiewaffenkonvention beantragt.

Ein militärischer Angriff auf Syrien wegen eines möglichen Giftgaseinsatzes letzten Monat ist damit vom Tisch. Westliche Länder beeilen sich aber zu versichern, dass die Möglichkeit dazu weiter bestehen bleibe.

Eine diplomatische und politische Lösung sei jetzt ernsthaft denkbar, sagt zum Beispiel Frankreichs Staatspräsident François Hollande; aber ein Militäreinsatz müsse möglich bleiben, sonst gebe es keinen Druck. Er hoffe, dass der Weltsicherheitsrat dafür sorgen könne.

Die USA und Russland, bisher immer Gegner im Syrienkonflikt, hatten am Wochenende vereinbart, dass bis Mitte nächsten Jahres alle syrischen Chemiewaffen aus dem Land gebracht und zerstört werden sollen. Offen sind die Möglichkeiten, das auch durchzusetzen.

Leere Worte dürfe es in diesen Dingen nicht geben, sagt Amerikas Außenminister John Kerry; das beeinflusse alles andere, ob nun Iran oder Nordkorea oder was auch sonst.

Der Konflikt zwischen der Regierung in Syrien und ihren Gegnern besteht seit zweieinhalb Jahren. In dieser Zeit hat er sich zum Bürgerkrieg ausgewachsen. Die UNO
schätzt, dass in diesem Bürgerkrieg mehr als einhunderttausend Menschen getötet wurden.

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