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Amokläufer von Washington war "vielleicht depressiv"

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Amokläufer von Washington war "vielleicht depressiv"

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Nach der Bluttat an einem Marinestützpunkt in Washington sollen die Sicherheitsvorkehrungen an allen Einrichtungen der US Navy überprüft werden. Das sagte ein hochrangiger Vertreter der Marine. Bei der Schießerei waren 13 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen auch der Täter.

Unterdessen gedachte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel mit einer Kranzniederlegung der Opfer. Die Zeremonie fand vor einer Statue für Marine-Bedienstete statt.

Am Montag hatte der 34-jährige Aaron Alexis auf der Marinebasis das Feuer eröffnet und 12 Menschen getötet. Er selbst wurde von der Polizei erschossen. Motiv und Hintergründe der Tat sind noch unklar. Alexis war Marine-Reservist, soll sich für den Buddhismus interessiert haben. Einige Zeit arbeitete er in diesem China-Imbiss.

Ein ehemaliger Freund berichtet: “Er war nie zornig oder aggressiv, vielleicht war er depressiv, wegen seines Jobs oder warum auch immer.”

Der Vater des Schützen hatte ausgesagt, sein Sohn habe seine Wut schlecht kontrollieren können. Bei den Anschlägen vom 11. September 2001 sei er im Einsatz gewesen, das habe bei ihm eine posttraumatische Störung ausgelöst. Von der Polizei hieß es dagegen, der gebürtige New Yorker Alexis sei mehrmals aufgefallen. So habe er vor drei Jahren in seiner Wohnung um sich geschossen, 2004 habe er die Reifen an einem geparkten Auto zerschossen.