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Angespannte Lage an der türkisch-syrischen Grenze

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Angespannte Lage an der türkisch-syrischen Grenze

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Bei der Explosion einer Autobombe an der Grenze zur Türkei sind in Syrien nach Angaben von Aktivisten mindestens sieben Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Der Sprengsatz detonierte offenbar in der Nähe eines Rebellenkontrollpunkts am Grenzübergang Bab al-Hawa.

Die Situation in dem Grenzgebiet ist sehr angespannt, denn am Montag schoss die türkische Luftwaffe einen Helikopter der syrischen Armee ab, der in den türkischen Luftraum eingedrungen war. Der Hubschrauber schlug dann auf der syrischen Seite, rund 400 Meter von der Grenze entfernt auf.

Syrien spricht von einer voreiligen Reaktion und beschuldigt die Türkei, sie habe es auf eine Eskalation abgesehen. Der Analyst Atilla Sandikli vom Bilgesam Research Centre geht allerdings nicht davon aus, dass der Zwischenfall größere Folgen haben wird. In der Öffentlichkeit könne zwar dieser Eindruck entstehen, doch da die Türkei die NATO im Rücken hat, werde Syrien kaum zu einem Vergeltungsschlag ausholen.

Türkischen Medien zufolge sprangen die zwei Piloten des Helikopters mit dem Fallschirm ab. Sie landeten in einem Gebiet, das von den Rebellen kontrolliert wird. Einer von ihnen soll gefangen genommen worden sein. Ob er noch am Leben ist, ist unklar. Auch über das Schicksal des anderen Piloten gibt es bislang keine gesicherten Erkenntnisse.