Eilmeldung

Eilmeldung

Britischer Staat verdient an Lloyds-Anteilen

Sie lesen gerade:

Britischer Staat verdient an Lloyds-Anteilen

Schriftgrösse Aa Aa

Die britische Regierung hat fünf Jahre nach der Rettung von Lloyds mit dem Ausstieg aus der Bankengruppe begonnen und ihren Anteil auf knapp ein Drittel verringert.

Der Verkauf von sechs Prozent der Aktien brachte 3,8 Milliarden Euro ein. “Es ist ein weiterer Schritt, das eld der Steuerzahler zurückzuholen,” sagte Finanzminister George Osborne.

Jessica Boden, Fondsmanager, Schroders:

“Es ist sehr wichtig für die Regierung, dass sie einen Gewinn gemacht hat. Es ist sehr interessant, dass sie nur 6 Prozent verkauft hat, mehr als 30 Prozent bleiben noch. Das Ganze zeigt Zuversicht, dass alles besser wird.”

Die für die Staatsbeteiligung zuständige nationale Beteiligungsgesellschaft UK Financial Investments (UKFI) verkaufte das Aktienpaket an Finanzinstitute. Die Nachfrage nach dem Paket sei 2,8 Mal überzeichnet gewesen, sagte ein Insider laut Reuters. Vor einem weiteren Anteilsverkauf will UKFI mindestens 90 Tage warten.

Seit 2011 wird das Institut restrukturiert. Es schreibt wieder Gewinne und kommt bei der Senkung der Kosten und der Stärkung der Kapitaldecke schneller voran als vorhergesehen. Investoren hoffen, dass Lloyds ab dem kommenden Jahr wieder Dividende zahlt.

Die Regierung hatte Lloyds (2008) in der Finanzkrise aufgefangen und insgesamt knapp 25 Milliarden Euro an Steuermitteln in das Geldhaus gepumpt. Der Verkaufspreis lag jetzt knapp 2 Prozent über dem Kaufpreis – macht 72 Millionen Euro Plus für den Steuerzahler.

Allerdings sackte der Kurs um 3,5 Prozent ab.

Mit Reuters