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Brüssel will Designerdrogen schneller verbieten

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Neue Drogen sollen nach den Plänen Brüssels leichter vom Markt genommen werden. EU-Justizkommissarin Viviane Reding zielt mit ihrem Vorschlag vor allem auf sogenannte Designerdrogen. Falls diese Substanzen als sehr gefährlich gelten, könnten für die Dauer eines Jahres Verkaufsbeschränkungen beschlossen und im Anschluss die Risiken bewertet werden, so Reding. Danach erfolge eine endgültige Entscheidung. Zur Zeit dauert es mindestens zwei Jahre, bis eine Substanz verboten wird. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 70 neue Designerdrogen gemeldet. Euronews fragte die Kommissarin, wie der Internet-Handel mit diesen Substanzen eingestellt oder zumindest eingeschränkt werden könne. Ein Offline-Verbot gelte auch online, meinte Reding. Die Justiz könne auch den Online-Handel verbieten. Die Designerdrogen werden unter anderem unter Namen wie After Dark oder Be Happy gehandelt und sind vor allem bei jungen Leuten beliebt. In Deutschland haben etwa 400.000 Erwachsene schon einmal synthetische Drogen probiert.