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Buddhist und Mörder: Was trieb Aaron Alexis zur Tat?

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Buddhist und Mörder: Was trieb Aaron Alexis zur Tat?

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Nach der Schießerei auf einem Marinestützpunkt in Washington haben zahlreiche Menschen in der Nacht der 12 Todesopfer gedacht. Acht Menschen wurden bei der Bluttat verletzt. An öffentlichen Gebäuden wie dem Kapitol wurden die Fahnen auf Halbmast gesetzt.

Derweil suchen die Ermittler weiter nach Motiven und Hintergründen der Tat. Der Schütze ist identifiziert, es handelt sich um den 34-jährigen Aaron Alexis. Er kam beim Gefecht mit der Polizei ums Leben. Zeugen berichten, der ehemalige Marine-Reservist sei am Buddhismus interessiert gewesen. Eine Zeit lang arbeitete er in einem China-Imbiss.

Oui Suthamtewakul, ein Freund des Schützen, meinte: “Er zeigte nie irgendwelche Anzeichen von Zorn oder Aggressivität, vielleicht war er depressiv, wegen seines Jobs oder aus welchem Grund auch immer.”

Aaron Alexis wuchs im New Yorker Stadtteil Brooklyn auf, die Polizei durchsuchte seine letzte Wohnung. Der Schwager des Schützen fuhr nach der Tat direkt zu dessen Familie.

“Wie die Familie ganz zu Anfang reagiert hat, weiß ich nicht, aber als ich ankam, waren sie verzweifelt und außer sich, sie weinten. Sie haben es nicht kommen sehen, es schmerzt sehr. Sie denken an die Opfer, denn hier haben Menschen ihr Leben verloren, und das brauchen wir nicht.”

Alexis besaß einen Ausweis für das Marine-Gelände. Dadurch konnte er samt seinen Waffen die Sicherheitskontrolle passieren. Schon vor der Tat war er polizeilich bekannt, unter anderem hatte er 2004 die Reifen eines geparkten Autos zerschossen.

Mit dpa, AP, AFP, Reuters

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