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Die Fed - ein schwerer Tanker

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Die Fed - ein schwerer Tanker

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Gibt Ben Bernanke selbst Gegenschub? Oder überlässt
der Chef der US-Notenbank Federal Reserve das delikate Bremsmanöver seinem Nachfolger, seiner Nachfolgerin?

An diesem Mittwoch (18.09.) könnte die US-Notenbank Ernst machen mit dem Einstieg in den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik, mit der sich seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 den Vertrauensverlust in das Finanzsystem kompensiert.

Nach akademischer Lehre lässt eine expansive Geldpolitik kurzfristig den Zinssatz sinken, Produktion und Preisniveau steigen. Auf mittlere Frist beeinflussen mehr Dollar, Yen oder Euros im Umlauf weder Produktion noch Zinssatz. Nur noch die Preise steigen.

Knifflig an der aktuellen Lage: Nicht zu wenig Konsum oder Investitionen hatten die Schieflage in vielen Volkswirtschaften ausgelöst, sondern Hasardeure bei einigen Geldhäusern.

Hält das System inzwischen wieder Belastungen aus? Haben die Banker neues Vertrauen in ihre Kollegen? Und leihen sich gegenseitig Geld?

Das weiß man erst, wenn die Federal Reserve nicht mehr länger jeden Monat für 64 Milliarden Euro Wertpapiere aufkauft.

Finanzexperten erwarten, dass die US-Notenbank ihre monatlichen Anleihekäufe etwas zurückfährt – zum Beispiel auf 56 Milliarden Euro. Falle die Reduzierung
stärker aus, befürchten sie nervöse Reaktionen.

Eine weitere Trendwende in Richtung höhere Leitzinsen hat die Fed an weniger als 6,5 Prozent Arbeitslosenquote in den USA gekoppelt.

Mit Reuters