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Flüchtlingsansturm auf Ceuta und Melilla

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Flüchtlingsansturm auf Ceuta und Melilla

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Hunderte Flüchtlinge aus Afrika haben die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla an der marokkanische Küste gestürmt. In Melilla rissen sie einen sechs Meter hohen Stacheldrahtzaun ein. Rund 100 Menschen gelangten auf die andere Seite. Das spanische Innenministerium meldete, die Migranten seien sehr gewalttätig gewesen, sie hätten marokkanische und spanische Polizisten mit Steinen und anderen Objekten beworfen. Sechs Beamte und ein Flüchtling seien verletzt worden. Die Afrikaner wurden in ein Auffanglager gebracht, wo über ihren Flüchtlingsstatus entschieden werden soll.

Migranten, die nach Europa wollen, harren oft Monate lang in der Nähe der beiden spanischen Städte aus. Am Ende des Sommers steigt der Druck zu fliehen, da es in den Camps im Winter sehr kalt wird und zudem eine Überfahrt über das Meer immer gefährlicher wird. In Ceuta schafften es am Dienstag nach offiziellen Angaben rund 80 Flüchtlinge schwimmend an den Strand. Rund 50 seien von Grenzbeamten gestoppt worden. Jedes Jahr versuchen Tausende in die Exklaven zu gelangen, doch die meisten werden zurückgedrängt.