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UNO-Experten bestätigen Giftgaseinsatz im syrischen Bürgerkrieg

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UNO-Experten bestätigen Giftgaseinsatz im syrischen Bürgerkrieg

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Im syrischen Bürgerkrieg ist Giftgas eingesetzt worden: Das haben die Sachverständigen
der UNO bei ihren Untersuchungen festgestellt. In ihrem Bericht geht es um einen besonders schweren Angriff letzten Monat bei Damaskus. Nach amerikanischen Angaben wurden dabei fast anderthalbtausend Menschen getötet.

Laut dem Bericht wurde dabei das Giftgas Sarin verwendet; verschossen wurde es mit Raketen. Wer diesen Angriff verübt hat, wurde nicht untersucht. Westliche Länder sehen
sich aber darin bestätigt, dass dazu nur die syrische Armee in der Lage gewesen sein kann.

Mark Lyall Grant zum Beispiel , der britische Botschafter bei der UNO, beruft sich auf die
verwendete Munition und die Flugbahn der Raketen. Aus britischer Sicht bleibe damit kein Zweifel, sagt er, dass hinter dem Giftgasangriff die syrische Regierung stehe.

Russland, Syriens großer Unterstützer, warnt aber vor vorschnellen Schlüssen, indem man die syrische Regierung für den Giftgaseinsatz verantwortlich mache. Der Umstand selber sei sehr ernst zu nehmen, sagt der russische UNO-Botschafter Witali Tschurkin; man müsse den Bericht aber mit den Augen der Fachleute betrachten.

Der UNO-Generalsekretär nennt den Angriff ein Kriegsverbrechen, einen groben Verstoß
gegen Völkerrecht. Die Menschheit habe die Pflicht, sagt Ban Ki-Mun, den Einsatz solcher Waffen zu verhindern.

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Nach einem neuen Kompromissvorschlag soll Syrien nun seine Giftgasbestände auflisten
und dann vernichten lassen. Die Regierung hat sich dazu im Wesentlichen bereit erklärt;
wichtige Einzelheiten sind aber noch offen – auch wieder einmal zwischen Russland und den westlichen Ländern.