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Vereinte Nationen: "Systematisches Foltern und Töten in Nordkorea"

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Vereinte Nationen: "Systematisches Foltern und Töten in Nordkorea"

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Eine Ermittlungskommission der Vereinten Nationen hat in einem Bericht mutmaßliche Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea angeprangert.

Der Vorsitzende des Gremiums sprach von Straflagern, in denen Gefangene gefoltert und getötet würden. Dies erinnere an NS-Verbrechen während des zweiten Weltkrieges, sagte Michael Kirby: “Die Zeugenaussagen weisen nicht auf isoliert zu betrachtende Fälle hin. Sie sind nur einzelne Beispiele von möglicherweise systematischen Menschenrechtsverletzungen.”

Der nordkoreanische Vertreter bei den Vereinten Nationen tat den Bericht als eine Sammlung von Lügen ab: “Die nordkoreanische Delegation weist die Vorwürfe der sogenannten Ermittlungskommission für Menschenrechte in Nordkorea entschieden zurück”, so Kim Yong Ho. “Der Bericht ist nur eine Kopie von Fehlinformationen über die Menschenrechte in meinem Land.”

Die Erkenntnisse der Vereinten Nationen fußen neben Aussagen früherer Insassen von Straflagern auch auf Satelittenbildern. Der Kommission war die Einreise nach Nordkorea verweigert worden. Der Abgeordnete des kommunistischen Landes sprach von einer Diffamierungskampagne, hinter der er Japan, die USA sowie die Europäische Union vermute.