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Chaos und Verwüstung in der Zentralafrikanischen Republik

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Chaos und Verwüstung in der Zentralafrikanischen Republik

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Die Zentralafrikanische Republik gleicht einem Schlachtfeld. Ausgebrannte Häuser und verlassene Dörfer zeugen von den gewalttätigen Unruhen, die das Land fest im Griff haben.

Machthaber Michel Djotodia hatte kürzlich das Rebellenbündnis Séléka offiziell aufgelöst, mit dessen Hilfe er im März Präsident François Bozizé gestürzt hatte. Doch die Kämpfe gehen weiter. Versprengte Séléka-Verbände liefern sich Auseinandersetzungen mit Anhängern des ehemaligen Staatschefs – und versetzen die Bevölkerung in Angst und Schrecken.

“Wir haben uns auf unseren Feldern versteckt, weil die Séléka-Rebellen überall geschossen haben”, sagt ein Bauer. “Sie kamen auf unser Land, eines unserer Kinder hatte Angst und ist weggelaufen. Sie haben unseren Sohn gefangen und getötet.”

Bereits seit Anfang August sind Soldaten der Afrikanischen Union zur Wiederherstellung der Ordnung im Einsatz. Die Friedenstruppe soll weiter aufgestockt werden, bei den Vereinten Nationen steht das Thema in der kommenden Woche auf der Tagesordnung. Die Zentralafrikanische Republik verfügt über große Diamantvorkommen, ist aber dennoch eines der ärmsten Länder der Welt.