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Griechische Regierung will rechtsextreme Partei verbieten

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Griechische Regierung will rechtsextreme Partei verbieten

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Aufgeheizte Stimmung in Griechenland nach einer tödlichen Messerattacke auf einen linken Aktivisten. Nach dem Geständnis eines Anhängers der rechten Szene gingen zahlreiche Menschen gegen Rechtsradikalismus auf die Straße. Sie forderten das Ende der rechtsextremen Partei Goldene Morgenröte, die im Parlament vertreten ist.

Ein Gewerkschaftsführer meint, eine Demokratie brauche zwar unterschiedliche politische Meinungen. Allerdings hätten Anhänger der Goldenen Morgenröte gezeigt, dass sie Demokratie ablehnen. Sie setzten sich gar nicht erst mit den Standpunkten ihrer politischen Gegner auseinander, sondern exekutierten sie.

Ein anderer Demonstrant zeigte sich besorgt: Normalerweise richteten sich die Aktionen der Goldenen Morgenröte gegen Immigranten. Nun bekämpften sie auch die, die sich für Grundrechte der Menschen einsetzen. Das sei auch schon unter Hitler passiert. Ähnliches geschehe hier.

Ein Sprecher der Goldenen Morgenröte dementierte, dass Mitglieder der Partei an der Tat beteiligt waren. Die Regierung will nun nach Wegen suchen, die Goldene Morgenröte zu verbieten. Der Minister für Bürgerschutz Nikos Dendias verurteilte die Ermordung: “Die schreckliche Bluttat, die von einem Sympathisanten der Goldenen Morgenröte nach eigenen Angaben ausgeführt wurde, entspricht den Zielen von Neonazis.”

Die Mitglieder der rechtsextremem Partei leugnen den Holocaust. Sie grüßen mit dem Hitlergruß. In der Vergangenheit überfielen sie bereits wiederholt Ausländer in Griechenland.