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Irak: Wut gegen Politiker wächst

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Irak: Wut gegen Politiker wächst

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Die Welle von Anschlägen im Irak reißt nicht ab. Im Zentrum der Hauptstadt detonierte erneut eine Autobombe an einer Polizeiwache. Ein Mensch wurde getötet, sechs Passanten wurden verletzt. Erst gestern starben bei Anschlägen mindestens 30 Menschen, die meisten durch Autobomben. Mehr als 100 weitere wurden verletzt.

Ein Angehöriger in Bagdad trauert um seinen Onkel. Er fragt, “was haben all diese Menschen, was haben WIR verbrochen? Wir sind die armen Unschuldigen, die es kalt erwischt. Die politischen Führer fechten ihre Grabenkämpfe aus, aber warum treffen die Bombenanschläge uns? Wie konnte das Anschlagsauto bis hierhin vordringen? Sicherheitskräfte haben das Auto die Checkpoints passieren lassen.”

Der blutigste Anschlag außerhalb Bagdads ereignete sich in Falludscha, wo mehrere Polizisten getötet wurden. Auch in Mossul im Norden des Landes starben vier Soldaten, als ein Sprengsatz detonierte.

Bisher hat noch keine Gruppe die Verantwortung für die jüngste Welle der Gewalt übernommen. Seit Beginn des Jahres gibt es jedoch deutlich mehr Anschläge, die sunnitischen Aufständischen mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida zugeschrieben werden. So starben allein im August an die 800 Menschen bei Gewalttaten.