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Doch kein Kurswechsel: US-Notenbank setzt weiter auf billiges Geld

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Doch kein Kurswechsel: US-Notenbank setzt weiter auf billiges Geld

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Den Überraschungseffekt hatte die US-Notenbank zweifellos auf ihrer Seite. Anders als allerorten erwartet setzt die Federal Reserve ihre Politik des billigen Geldes vorerst fort. Derzeit kauft die Bank monatlich Staatsanleihen in Höhe von umgerechnet rund 64 Milliarden Euro, um die Konjunktur anzukurbeln.

Fed-Chef Ben Bernanke erläutert die Gründe für die Entscheidung: “Die äußerst anpassungsfähige Politik der Notenbank wird aufgrund der unverändert hohen Arbeitslosenquote und einer Inflation, die unter dem langfristig angestrebten Zielwert liegt, fortgesetzt”, sagte er. “Normalerweise lockert die Notenbank ihre Geldpolitik, indem sie den Leitzins senkt. Allerdings liegt der bereits bei 0,25 Prozent und kann kaum noch weiter herabgesetzt werden.”

Zwölf der 17 Notenbanker sprachen sich dafür aus, den Leitzins auf dem aktuellen Stand zu belassen, bis die Arbeitslosigkeit von derzeit 7,3 auf 6,5 Prozent oder niedriger gesunken ist.

Der Dow Jones setzte nach der Bekanntgabe der Federal Reserve zum Höhenflug an; der US-Leitzins erreichte zeitweise ein Rekordhoch. Der Wert des Dollars hingegen sank im Vergleich zum Euro auf den tiefsten Stand seit über einem halben Jahr.