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Vetomächte im Weltsicherheitsrat kämpfen um Einigung im Fall Syrien

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Vetomächte im Weltsicherheitsrat kämpfen um Einigung im Fall Syrien

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Die ständigen Mitglieder im Weltsicherheitsrat versuchen weiterhin, sich im Fall Syrien zu einigen. Die syrische Regierung soll ihre Bestände an Giftgas offenlegen und
vernichten lassen. Der Sicherheitsrat will das in einer Entschließung besiegeln, die Syrien auch Folgen bei Zuwiderhandeln androht.

Nach dem Willen der westlichen Länder sollen das auch militärische Folgen sein; Syriens Verbündeter Russland lehnt das ab. Russland bestreitet auch weiterhin die westliche Ansicht, für den nun amtlich festgestellten Giftgasangriff vom August sei Syriens Regierung verantwortlich.

Der UNO-Generalsekretär fordert den Sicherheitsrat auf, eine starke Syrien-Entschließung einschließlich der Androhung von Konsequenzen zu verabschieden. Der Rat müsse einen Weg finden, um den Plan zur Offenlegung der syrischen Chemiewaffen durchzusetzen.

Ban Ki-Mun sagt auch, über die Giftgasfrage hinaus müsse die Weltgemeinschaft den syrischen Bürgerkrieg im allgemeinen beenden. Er hoffe, man könne den diplomatischen Schwung ausnutzen und über eine Friedenskonferenz schnell zu einer politischen Lösung gelangen.

Die Chemiewaffeninspekteure sollen so bald wie möglich nach Syrien zurückkehren, um dort weitere mögliche Giftgasangriffe zu untersuchen. Danach würden die Sachverständigen einen Abschlussbericht vorlegen, sagte Ban.

Bilder der amerikanischen Weltraumbehörde NASA zeigen Satari, ein Lager syrischer Flüchtlinge in Jordanien, das innerhalb kurzer Zeit enorm gewachsen ist. Heute leben dort über einhunderttausend Menschen, vor allem Frauen und Kinder. Nach Angaben der UNO kommen in dem riesigen Lager jeden Tag zehn Kinder zur Welt.

Insgesamt sind den Vereinten Nationen zufolge zwei Millionen Syrer vor dem Bürgerkrieg in die Nachbarländer geflohen. Noch mehr Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht.