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Erstochener linker Aktivist wird beigesetzt

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Erstochener linker Aktivist wird beigesetzt

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In Griechenland haben mehr als 2000 Menschen Abschied vom getöteten linken Aktivisten genommen. Er wurde auf einem Friedhof bei Athen beigesetzt.
Der Mann war in der Nacht zu Mittwoch von einem Sympathisanten der rechtsgerichteten Partei Goldene Morgenröte erstochen worden.

Sein Tod löste heftige Proteste aus. Ministerpräsident Antonis Samaras rief das Land auf, ruhig zu bleiben. Gegen die Gefahr von rechts zeigte er sich kompromisslos: “Die Regierung wird es den Gesinnungsgenossen der Nazis nicht gestatten, das soziale Klima zu vergiften, Verbrechen zu begehen, Menschen zu terrorisieren und die Grundfesten DES Landes zu unterwandern, welches die Wiege der Demokratie ist. Denn die Demokratie ist viel stärker, als sich ihre Feinde vorstellen können,” meinte der Regierungschef.

Im Parlament kam es zum Schlagabtausch, als sich die Goldene Morgenröte an einer Schweigeminute für den getöteten Aktivisten beteiligen wollte: Aus Protest zog die linke Syriza ihren entsprechenden Antrag zurück.

Der Parlamentarier Ilias Kassidiaris der Goldenen Morgenröte warf der Linken daraufhin vor, den Mord für ihre Zwecke zu ausnutzen: Um Krieg gegen die Goldene Morgenröte zu führen und um auf Stimmenfang zu gehen. Es sei lächerlich, zuerst einen Antrag zu stellen und ihn dann zurückzuziehen.

Der 45-Jährige, der die Tat gestanden hat, sollte am Samstag der Staatsanwaltschaft vorgeführt werden. Die Partei Goldene Morgenröte leugnet eine Verwicklung in die Tat.

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