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Großfahndung nach Anschlag auf Polizisten der EU

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Großfahndung nach Anschlag auf Polizisten der EU

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Im Nordkosovo hat es einen Anschlag auf einen Polizisten der EU-Mission gegeben. Unbekannte Täter eröffneten am Morgen das Feuer auf zwei Fahrzeuge von EULEX-Sicherheitskräften. Ein litauischer Polizist starb im Krankenhaus an seinen Schusswunden. Ob zwei weitere Polizisten verletzt sind, blieb zunächst unklar.

Eine Untersuchung wegen Mordes wurde eingeleitet. EULEX-Sprecher Blerim Krasniqi meinte, ein Ermittlungsteam habe die Arbeit aufgenommen. Es werde alles getan, um die Schuldigen vor Gericht zu stellen. EULEX verurteile jegliche Form der Gewalt gegen seine Mitarbeiter.

Möglicherweise soll der Übergriff den von Brüssel koordinierten Normalisierungsprozess zwischen der serbischen Minderheit im Norden und der albanischen Mehrheit schädigen. Serbien erkennt die Selbständigkeit seiner früheren Provinz Kosovo nicht an. Die vor fünfeinhalb Jahren ausgerufene Unabhängigkeit ist allerdings von mehr als 100 Staaten inzwischen völkerrechtlich anerkannt worden.

Die im Jahr 2008 gegründete EULEX-Mission soll dem Kosovo bei dem Aufbau eines rechtsstaatlichen Systems helfen. Unter anderem sollen die Polizei-, Zoll- und Justizbehörden überwacht werden. 2250 Menschen arbeiten für die Mission, auch Deutschland ist beteiligt. Das Mandat läuft bis Juni 2014.

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