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Schön, fromm und schlau: Miss Muslim World

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Schön, fromm und schlau: Miss Muslim World

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In Indonesien ist eine Nigerianerin zur “Miss Muslim World” gekürt worden. Obabiyi Aishah Ajibola sank auf die Knie und dankte Allah. Die Endentscheidung zwischen den zwei Finalistinnen durften 100 Waisenkinder treffen.

Für den Wettbewerb mussten die Teilnehmerinnen von Kopf bis Fuß bedeckt sein. Außerdem abgefragt wurden: Zitate aus dem Koran, Fragen zum Finanzwesen und zur islamischen Erziehung. Schön und schlau – so soll Miss Muslim World sein, erklärt Eka Shanti, die Gründerin des Wettbewerbs.

Es gehe darum, selbstständige und gebildete Frauen zu zeigen. Sie sei nicht gegen den Miss World -Wettbewerb, aber gegen Pornographie und gegen sexuelle Reize, die vor Kindern zur Schau gestellt werden.

Muskeltraining statt Beten, knappe Sport-Outfits statt Kopftuch: Der echte Miss World Wettbewerb findet auch in Indonesien statt. Das Finale Ende September wurde allerdings auf die Urlaubsinsel Bali verbannt.

Denn seit Wochen gehen Tausende Demonstranten gegen den Miss World-Schönheitswettbewerb auf die Straße. Dieser degradiere Frauen zu Objekten, so die Meinung.