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Trauer, Wut und Proteste nach Messerattacke

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Trauer, Wut und Proteste nach Messerattacke

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In Athen haben zahlreiche Menschen Abschied von einem linksgerichteten Musiker genommen, der in der Nacht zum Mittwoch niedergestochen wurde. Blumen und Trauerkarten säumten den Tatort.
Gestanden hat die Messerattacke ein Anhänger der rechtsextremen Partei Goldene Morgenröte. Die Polizei stellte die mutmaßliche Tatwaffe – ein Messer mit Blutspuren – sicher.

Griechische Politiker verurteilten die Tat. Sie beraten derzeit über ein Verbot der im Parlament vertretenen rechten Partei. “Es sollte unseren Politikern zu Denken geben, dass die Goldene Morgenröte so mächtig werden konnte. Wären sie wachsamer gewesen, wäre die Partei nicht so groß geworden und es hätte diese Tat nie gegeben,” gibt ein Bewohner Athens zu bedenken, der dem Todesopfer die letzte Ehre erweist. Eine Passantin fügt hinzu: “All das ist sehr traurig – wer auch immer es gewesen ist. Ein Tod ist immer erschütternd, vor allem, wenn junge Menschen sterben.”

Während die Goldene Morgenröte früher bereits für Angriffe auf Ausländer verantwortlich gemacht wurde, ist dies die bisher brutalste Tat.

Sie löste heftige Proteste in mehreren griechischen Städten aus. In der Nähe des Tatorts stürmten linksgerichtete Demonstranten eine Polizeiwache. Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, um die Menge auseinanderzutreiben. Mehrere Aktivisten wurden festgenommen.

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