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Anti-Hooligan-Strategie in Argentinien: Fußballverband testet biometrische Tickets.

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Anti-Hooligan-Strategie in Argentinien: Fußballverband testet biometrische Tickets.

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Der argentinische Fußballverband führt zur Vermeidung von Ausschreitungen technisch aufwendige Sicherheitsmaßnahmen ein.

So wird die Erstliga-Partie zwischen Santa Fe und San Lorenzo zur Premiere der biometrischen Eintrittskarte.

Ausschließlich registrierte Stadionbesucher erhalten Einlass, um die zunehmenden Gewaltexzesse auf den Tribünen einzudämmen, so ein Sprecher des Argentinischen Fußballverbandes AFA:

“Wir möchten potentielle Gewalttäter von den Stadien fernhalten. Vor allem die polizeibekannten Hooligans. Das wirkt sich auch positiv auf das Image der Vereine aus. Familien sollen wieder beruhigt zum Fußball gehen können. Wir brauchen generell mehr Ordnung und keine Angst in den Stadien.”

Das System soll lückenlos funktionieren. Bedeutet: auch Sicherheitskräfte im Einsatz, das Stadion-Personal und Sanitäter werden genau so wie die Fans unter die Lupe genommen.
Die Anhänger sind skeptisch:

“Das System hat gute und schlechte Seiten. Für mich sind die Hooligans das größte Sicherheitsproblem und die kommen doch immer irgendwie hinein. Das geht doch seit Jahren so. Aber gut, ich werde mich registrieren lassen.”

“Es ist doch sowieso schon sehr unbequem beim Stadionbesuch. Die neuen Karten sind ganz o.k.
Aber die Anführer der Hooligans werden wie immer so davon kommen. Ganz egal, was der Fußballverband versucht.”

Seit der Einführung des Profifußballs in Argentinien vor rund neunzig Jahren sind bei Gewalttaten in Stadien 269 Menschen ums Leben gekommen.