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Italien auf der Seufzerbrücke

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Italien auf der Seufzerbrücke

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Italien schraubt seine Wachstumserwartungen herunter und rechnet für 2014 wieder mit einem Schuldenrekord. Das Kabinett billigte neue Prognosen: Für dieses Jahr minus 1.7 Prozent Wirtschaftsleistung statt minus 1,3. Und rechnet 2014 mit einem Prozent Wachstum statt 1.3. Volkswirte sehen für 2014 nur die Hälfte, der Internationale Währungsfonds 0,7 Prozent.

Das Haushaltsdefizit wird nach den neuen Zahlen auf 3,1 Prozent geschätzt, so die Regierung. Wirtschaftsminister Fabrizio Saccomanni beeilte sich aber zu versichern, die EU-Obergrenze von 3 Prozent werde man erfüllen.

Italien hat, gemessen an der Wirtschaftsleistung, den zweithöchsten Schuldenberg in der Euro-Zone. Er dürfte im nächsten Jahr auf einen neuen Höchstwert von 132,2 (bisherige Prognose: 129) Prozent steigen.

Das seien zerbrechliche Zahlen, warnte Ministerpräsident Enrico Letta. Wer an seiner Koalition rüttle, riskiere noch schlechtere Werte.

su mit Reuters