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Nur Muslime durften gehen: Viele Tote in Einkaufszentrum in Kenia

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Nur Muslime durften gehen: Viele Tote in Einkaufszentrum in Kenia

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Mindestens 22 Menschen sind beim Anschlag auf ein Einkaufszentrum “Westgate” in Nairobi, der Hauptstadt von Kenia, getötet worden. Die Zahl der Opfer wurde vom Roten Kreuz in Kenia bestätigt. Maskierte Bewaffnete haben das vor allem von Ausländern und reichen Einheimischen besuchte Einkaufszentrum “Westgate” gestürmt. Dabei wurden auch mindestens 50 Menschen verletzt. Inzwischen sind Eliteeinheiten der kenianischen Armee vor Ort. Die Situation ist aber nach wie vor nicht unter Kontrolle.

Die Krankenhäuser fordern die Menschen zu Blutspenden auf. Besonders Rhesus-negative Spender werden gebeten, Blut zu spenden.

Unter den Opfern sind offenbar auch viele Kinder, die in dem Einkaufszentrum einen Koch-Wettbewerb besuchten. Augenzeugen berichteten, es habe eine Geiselnahme gegeben und einige Geiseln seien regelrecht hingerichtet worden.
Das Einkaufszentrum hat fünf Etagen. Auf jeder Etage sollen sich mehrere bis an die Zähne bewaffnete Angreifer befinden. Die Besucher sollen sich in Geschäfte, Kinos und Restaurants geflüchtet und zum Teil auch aus den oberen Etagen gestürzt haben. Auch dabei wurden mehrere Menschen verletzt.

In dem Einkaufszentrum “Westgate” gibt es auch ein Kasino und traditionell ist es am Samstag besonders gut besucht.

Die Angreifer sollen bei der Erstürmung gesagt haben: “Wenn Sie Muslim sind, können Sie gehen.” Als Beweis dafür, dass die Menschen Muslime sind, verlangten die Angreifer die Beantwortung einer Frage aus dem Koran – nämlich wie die Mutter des Propheten heiße. Und nur die, die Frage beantworten konnten, durften gehen.

Die Regierung Kenias geht von einem Terroranschlag aus.

In den vergangenen Wochen hatte die somalische Al-Shabab Terror-Gruppe mit Anschlägen in Nairobi gedroht. Die Truppen aus Kenia hatten in Somalia gegen die Al-Shabab-Rebellen gekämpft. Die Al-Shabab-Miliz unterhält enge Verbindungen mit der Terrororganisation Al-Kaida.

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