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Blutbad in Nairobi: Unbekannte überfallen Einkaufszentrum

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Blutbad in Nairobi: Unbekannte überfallen Einkaufszentrum

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Unbekannte haben in Nairobi ein Blutbad angerichtet: Bei einem bewaffneten Überfall auf ein Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt starben mindestens 25 Menschen, darunter Kinder. Das teilte das kenianische Rote Kreuz mit. Mehr als 50 Menschen sollen verletzt worden sein. Polizisten und Soldaten durchkämmen zur Stunde das Gebäude von Geschäft zu Geschäft. Weitere Opfer dürften noch in der Mall sein. Das Rote Kreuz rief zum Blutspenden auf.

Nach Polizeiangaben haben die Angreifer mehrere Geiseln genommen und hielten sich mit ihnen im Gebäude auf. Bisher hätten sie aber keine Forderungen gestellt. Der Polizeichef von Nairobi nannte den Angriff einen terroristischen Akt.

Nach ersten Erkenntnissen stürmten mehr als zehn maskierte Täter das Einkaufszentrum und schossen um sich. Die Täter sollen ihren Angriff in der zweiten Etage begonnen haben. Augenzeugen berichteten, die Täter hätten gerufen, Muslime könnten das Einkaufszentrum verlassen. Nur die Nicht-Muslime würden beschossen. Zudem hätten die Angreifer eine Fremdsprache gesprochen. Ein anderer Überlebender sagte, er sei von einem Mann angeschossen worden, der somalisch ausgesehen habe. Bisher bekannte sich niemand zu dem Anschlag, jedoch hatte die islamistische al Schabaab-Miliz, die im benachbarten Somalia aktiv ist, im Vorfeld mit einem Angriff auf das Einkaufszentrum gedroht. Kenianische Streitkräfte waren vor zwei Jahren in das Nachbarland eingedrungen, um bei der Bekämpfung militanter Gruppen zu helfen.

Das hochmoderne Einkaufszentrum ist besonders bei wohlhabenden Kenianern und Ausländern ein beliebter Treffpunkt.