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Hartes Vorgehen gegen Muslimbruderschaft

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Hartes Vorgehen gegen Muslimbruderschaft

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Drei Monate nach dem Sturz von Präsident Mohammed Mursi hat der Oberste Gerichtshof in Ägypten die Muslimbruderschaft verboten. Zudem entschied er, das Vermögen und die Immobilien der Islamistenpartei zu konfiszieren. Damit geht die ägyptische Übergangsregierung weiter hart gegen die Muslimbrüder vor. Anfang Juli stürmten Demonstranten das Hauptquartier der Muslimbrüder. Später wurden hunderte Menschen bei gewaltsamen Räumungen von Protestlagern getötet.

Unterdessen könnte Ägypten schon bald eine neue Verfassung bekommen. Die 50 Mitglieder des Verfassungsgremiums beraten darüber. Die jetzige Verfassung wurde unter Mursi eingeführt. Der Sprecher des Gremiums, erklärte: “Eine Änderung kann nur Teile betreffen oder die Verfassung als Ganzes. Innerhalb des Gremiums geht die Stimmung eher in Richtung, die Verfassung total zu verändern.”

Es ist das zweite Verbot für die Bewegung. Bereits unter Hosni Mubarak war die Muslimbruderschaft zwischen 1954 und 2011 verboten. Nach dem Sturz Mubaraks gewannen die Muslimbrüder die Parlamentswahlen und stellten den Präsidenten. Seit der Absetzung ihres Präsidenten Mursi verlangen die Muslimbrüder die Wiedereinführung der Demokratie. In den vergangen Wochen wurden tausende Anhänger der Bewegung verhaftet, darunter nahezu die gesamte Führungsriege der Islamisten.