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Kenias Sicherheitskräfte setzen Einsatz im besetzten Einkaufszentrum fort

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Kenias Sicherheitskräfte setzen Einsatz im besetzten Einkaufszentrum fort

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Die Sicherheitskräfte in Kenia versuchen weiter, das seit Samstag von militanten Islamisten besetzte Kaufhaus im Zentrum Nairobis unter ihre Kontrolle zu bringen. Laut dem Innenministerium wird die Militäraktion die ganze Nacht über dauern. Es ist nicht bekannt, wieviele Menschen noch in der Gewalt der Geiselnehmer sind.

Der wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagte Vize-Präsident Kenias William Ruto bezeichnete die Kämpfer der somalischen al-Shabaab-Miliz als Gehilfen des Teufels.
“Wir werden ohne Unterlass daran arbeiten, in Kenia Sicherheit zu gewährleisten und uns und unser Eigentum zu schützen”, sagte Ruto. “Wir werden so bleiben, wie wir schon immer waren — tolerante, offene, demokratische und friedliche Menschen.”

Ruto ist mit einer Sondererlaubnis des Internationalen Strafgerichtshofs nach Kenia gereist. Ihm wird vorgeworfen, für eine tödliche Gewaltwelle nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen 2007 mitveranwortlich zu sein.

Bei dem Überfall auf das Westgate-Einkaufszentrum sind 62 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens drei der Geiselnehmer wurden bei der gegenwärtigen Befreiungsaktion getötet.