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Selbstmordanschlag auf Christen in Pakistan: 78 Opfer

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Selbstmordanschlag auf Christen in Pakistan: 78 Opfer

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Trauer und Wut machten sich bereit nach dem blutigen Anschlag auf Christen in Peshawar. Zwei Selbstmordattentäter hatten dort vor einer Kirche 78 Menschen in den Tod gerissen, die den Sonntagsgottesdienst besucht hatten. Darunter waren viele Frauen und sieben Kinder. Die Attentäter hatten ein Dutzend Kilogramm Sprengstoff bei sich, die sie zündeten. Etwa 150 weitere Menschen wurden bei der Explosion verletzt. Eine Taliban nahe Gruppierung bekannte sich einige Stunden nach dem Blutbad zu der Tat. Die Christen seien Feinde des Islam, deshalb habe man sie im Visier, sagte ein Sprecher der Radikalen. Die Anschläge auf Nicht-Muslime auf pakistanischem Boden würden weitergehen.
Christen sind in Pakistan in der absoluten Minderheit. Sie stellen weniger als fünf Prozent der Bevölkerung.
Was sind das für Menschen, die Frauen und Kinder töten, so die Reaktion von Pakistans Innenminister Nisar Ali Khan auf die Tat. Auch Premierminister Nawaz Sharif verurteilte den Anschlag. Es sei
gegen die Lehren des Islams und aller Religionen, Unschuldige anzugreifen, hieß es in einer Mitteilung. “Terroristen haben keine Religion.” Sharif bemüht sich seit seinem Amtsantritt um Friedensgespräche
mit den pakistanischen Taliban. Doch bislang geht die Gewalt weiter.