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Benedikt äußert sich zu Missbrauchsfällen

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Benedikt äußert sich zu Missbrauchsfällen

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Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat sich erstmals zu den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche geäußert. In einem Brief an den italienischen Mathematiker Piergiorgio Odifreddi erklärte Ratzinger, dass er nie die Fälle von Kindesmissbrauch zu vertuschen versucht habe. Er könne lediglich mit „tiefster Konsternierung“ feststellen, dass das Problem in der Kirche bestehe.

Der Skandal um Kindesmissbrauch war unter Benedikt als Papst voll ausgebrochen und hatte die katholische Kirche in eine tiefe Krise gestürzt. Sein Nachfolger Papst Franziskus hatte kurz nach dem Beginn seines Pontifikats im März angekündigt, härter gegen Kindesmissbrauch in der Katholischen Kirche vorzugehen. Er unterschrieb ein Dekret, wonach Kindesmissbrauch stärker geahndet wird.

Unterdessen wurde ein katholischer Priester in Argentinien wegen Kindesmissbrauchs zu 15 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich Julio César Grassi an mindestens drei Minderjährigen vergangen hat. Der 57-Jährige ist in Argentinien unter anderem als Fernsehpriester bekannt geworden. Er stritt die Vorwürfe stets ab.