Eilmeldung

Eilmeldung

BlackBerry: Anschluss zu möglichem Investor

Sie lesen gerade:

BlackBerry: Anschluss zu möglichem Investor

Schriftgrösse Aa Aa

Der angeschlagene Smartphone-Pionier BlackBerry hat
überraschend einen potenziellen Käufer präsentiert, der 3,5 Milliarden Euro zahlen will. Der in Europa weitgehend unbekannte Finanzdienstleister Fairfax Financial sei sich mit BlackBerry im Grundsatz bereits einig.

Das vom Deutschen Thorsten Heins geführte kanadische Unternehmen hatte gerade einen Milliardenverlust und Massenentlassungen verkündet.

Ken Wong, Wirtschaftsprofessor, Queens University, Kingston/ Ontario:

“Ich meine, sie hatten diese Möglichkeit schon eine Weile im Kopf. Das wollten sie aber nicht wirklich. Nur die eine Milliarde Dollar Verlust im vergangenen Quartal hat sie gezwungen, was zu tun. Und all die Entlassungen und der massive Einbruch des Aktienkurses.”

Auf dem Mobiltelefonmarkt werden Billig-Anbieter aus Asien immer wichtiger. Blackberry sackte in drei Jahren von 17 auf geschätzt drei Prozent Marktanteil ab.

Samsung aus Korea baute seinen Marktanteil zuletzt auf knapp 32 Prozent aus, während Apple nur noch für gut 14 Prozent steht.

Blackberrys neuste Modelle floppten.

Andere prominente Opfer: Motorola gehört bereits seit längerem zu Google. Zuletzt ging die strauchelnde Nokia-Handysparte an den Software-Riesen Microsoft.

Fairfax ist mit einem Anteil von zehn Prozent bereits größter Aktionär bei BlackBerry. Der Finanzdienstleister mit Sitz in Toronto ist seit 1985 als Versicherer aktiv, vor allem im Schaden/Unfall-Bereich und inder Rückversicherung.

su mit Reuters