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Griechische Staatsdiener wollen Staatsdiener bleiben - Streik

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Griechische Staatsdiener wollen Staatsdiener bleiben - Streik

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Aus Protest gegen geplante Massenentlassungen streiken in Griechenland Staatsdiener zwei Tage lang. Der Ausstand trifft laut Gewerkschaft Ministerien, Steuerämter, Stadtverwaltungen und Schulen, Renten- und Krankenkassen. Die Ärzte in staatlichen Krankenhäusern behandeln nur Notfälle. Der Streik richtet sich gegen Pläne, bis Ende kommenden Jahres 15 000 Staatsbedienstete zu entlassen, davon 4000 noch in diesem Jahr.

Odysseus Drivalas, Verband der Staatsbediensteten (ADEDY) :

“Diese Politik der Entlassungen, Arbeitslosigkeit, Armut und Benachteiligung kann nicht mehr so weitergehen. Die Regierung muss sich entweder ändern oder gehen.”

Dimitris Mitropoulos, protestierender Ingenieur:

“Jeder muss was tun, um diese Politik zu ändern. Die Politik opfert Arbeitnehmer den Wünschen der Troika nach einem kleineren öffentlichen Sektor. Und das hat erhebliche Konsequenzen für die Gesellschaft, weil die soziale Dienstleistungen weniger werden.”

Fähren, Busse und Züge fahren. Auch der Flugverkehr und die Tourismusbranche seien von dem Streik nicht
betroffen, hieß es. Nach Medienberichten waren im Zentrum Athens viele Dienstleistungen weiter zugänglich, etwa Postämter, einige Schulen und Finanzämter.

Inspektoren der Troika, zur Zeit in Athen unterwegs, standen unter Polizeischutz.

Rund 40% der Wirtschaftsleistung entstehen bisher im öffentlichen Sektor.

su mit dpa