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Moldau will nach Europa, Transnistrien nach Russland

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Moldau will nach Europa, Transnistrien nach Russland

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Die Republik Moldau will eine Annäherung an die Europäische Union, die Region Transnistrien – offiziell ein Teil des südosteuropäischen Staates – hingegen zieht es gen Russland. Moldaus Ministerpräsident Iurie Leanca hofft wie die Ukraine, im November in Vilnius ein Abkommen mit der EU zu unterschreiben, doch die Europäer pochen darauf, dass er den Unabhängigskeitsdrang Transnistriens zügelt.

“Wir haben uns darauf verständigt, dass eine zukünftige Freihandelszone mit der Europäischen Union das Fundament für eine zivile, transparente und verlässliche Wirtschafts- und Handelsbeziehung zwischen unserem Land und dem europäischen Markt legt”, sagte Leanca nach einem Treffen mit Jewgeni Schewtschuk, dem Präsidenten Transnistriens. Dieser hingegen sieht die Zukunft nicht derartig rosig. Er weist daraufhin, dass ein Abkommen mit der EU sehr wohl auch die Beziehung zwischen der Republik Moldau und Transnistrien verschlechtern könne.

Die Region liegt an der Grenze zur Ukraine. Transnistrien will die Unabhängigkeit von der Republik Moldau, um sich dann Russland anzuschließen. In einem Referendum vor sieben Jahren stimmten 97 Prozent der Bürger Transnistriens für eine russische Zukunft, als autonom anerkannt wird die Region allerdings von keinem einzigen Staat. Auch Moskau hat diesen Plänen nie zugestimmt, zumal Russland und Transnistrien gar keine gemeinsame Grenze haben.