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Verwirrung über Geiseldrama in Kenia

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Verwirrung über Geiseldrama in Kenia

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Im belagerten Einkaufszentrum Westgate in Nairobi sind erneut Schüsse gefallen.

Die Angaben zur Geiselnahme könnten unterschiedlicher nicht sein: Einerseits sagt das Innenministerium, alles sei unter Kontrolle, alle Geiseln seien befreit und lediglich ein oder zwei Attentäter noch auf der Flucht.
Andererseits verlautete aus dem Umfeld der Terroristen, diese hätten noch immer viele Menschen und Teile des Gebäudes in ihrer Gewalt.

Dafür spricht, dass zuletzt erneut Maschinengewehre zu hören waren.

Die Zahl der Toten könnte deutlich weiter nach oben korrigiert werden. Denn nach Angaben ausländischer Journalisten liegen noch zahlreiche Leichen in dem Einkaufszentrum. Diese werden nach und nach wegtransportiert. Bisher ist von mindetes 65 Toten die Rede. zuletzt starben drei kenianische Soldaten an ihren Verletzungen.

Zum Anschlag bekannt hat sich die somalische Al-Shabaab Miliz. Sie hat Teile Südsomalias unter ihrer Kontrolle und will dort die Scharia einführen. Das somalische Militär wird von kenianischen Soldaten bei der Rückeroberung der Gebiete unterstützt. Die Al-Shabaab-Gruppe verlangt den sofortigen Abzug der Kenianer und drohte mit weiteren Anschlägen.

Unter den zehn bis fünfzehn Terroristen sollen auch mindestens drei Ausländer sein. Von zwei bis drei Amerikanern und einer Britin ist die Rede, wie das kenianische Außenministerium bekannt gab. Dem widerspricht jedoch die Al-Shabaab-Miliz. Es seien nur Somalis involviert.

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