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Das Trauma nach dem Drama von Nairobi

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Das Trauma nach dem Drama von Nairobi

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Der Schock nach dem Geiseldrama von Nairobi sitzt tief. Kenias Präsident Uhuru Kenyatta rief eine dreitägige Staatstrauer aus – die Überlebenden werden länger brauchen, um das Geschehen zu verarbeiten. Gravierender als die äußeren Verletzungen sind die Spuren auf der Seele.

“Ich habe den Terroristen gesagt, dass sie mich in Ruhe lassen sollen, denn sie hatten mich bereits verletzt. Sie haben geantwortet: Wir haben Dich schon angeschossen, wir tun Dir nichts mehr”, sagt Syed Ibrahim.

Kenia und die örtlichen Sicherheitskräfte treffe keine Schuld am Ausmaß der Ereignisse, meint eine Überlebende: “Die Hauptsache ist, dass es wieder gute Nachrichten aus Kenia gibt und die Welt sieht, dass hier Frieden herrscht. Das hätte zu jeder Zeit auch in jedem anderen Land passieren können”, so Shameem Marloo.

Aleem Manji und seine Frau organisierten einen Kochkurs im Einkaufszentrum, als die islamistischen Terroristen das Gebäude stürmten. Manji – ein Moslem – verlor bei dem Angriff sein linkes Auge: “Dieser Anschlag hat nichts mit dem Islam zu tun, Islam ist etwas ganz Anderes”, sagt er. “Islam ist Frieden, es geht um Gemeinschaft und Menschlichkeit. Jeder der denken sollte, dass diese Leute in unserem Sinne und im Sinne des Islams gehandelt haben, dem sage ich: Das haben sie nicht. Das werden sie nie tun. Lassen Sie diese Leute nicht gewinnen, indem Sie so denken.”