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Putin: "Greenpeace-Aktivisten sind keine Piraten"

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Putin: "Greenpeace-Aktivisten sind keine Piraten"

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Die Greenpeace-Aktivisten, die gegen eine geplante Ölbohrung in der Arktis protestiert hatten, befinden sich noch immer in russischer Untersuchungshaft. Nachdem gegen sie Ermittlungen wegen bandenmäßiger Piraterie eingeleitet wurden, hat Russlands Präsident Wladimir Putin sich nun relativierend zu dem Fall geäußert.

Russlands Präsident Wladimir Putin:
“Es ist völlig klar, dass diese Aktivisten keine Piraten sind. Aber sie haben versucht, die Ölplattform zu besetzen. Unsere Sicherheitskräfte konnten nicht wissen, wer da versucht, die Plattform zu besetzen. Und vor dem Hintergrund der blutigen Ereignisse in Kenia muss man sagen, dass diese Aktion alles Mögliche hätte sein können.”

Greenpeace hatte den Behörden nach der Verhaftung der Aktivisten illegales Vorgehen vorgeworfen. Die Aussagen Putins nimmt man mit Erleichterung auf. Evgenia Belyakova von Greenpeace in Russland erklärte:

Evgenia Belyakova:
“Gott sei Dank wird von allerhöchster Stelle anerkannt, dass die Behauptung, es habe sich bei den Aktivisten um Piraten gehandelt, nicht stimmt. Wir sind eine international anerkannte Organisation, die ihre Ziele friedlich verfolgt.”

Die Aktivisten waren mit ihrem Schiff zu einer Ölplattform gefahren, die der Energiekonzern Gazprom im kommenden Jahr in Betrieb nehmen will. Zwei Teilnehmer der Aktion hatten versucht auf die Plattform zu gelangen und wurden von der Küstenwache verhaftet. Die übrigen 28 Aktivisten wurden einen Tag später in Gewahrsam genommen.